PK-Mangel

PKM bzw PK-Mangel steht für „Pyruvatkinase-Mangel“. Diese Abkürzung ist im deutschsprachigen Raum üblich. In anderen Ländern wird mit der Regel mit „Pk-def“ abgekürzt (Pyruvatkinase deficiency).

Die Pyruvatkinase ist ein Enzym, das für die Energiegewinnung der Erythrozyten (rote Blutkörperchen) wichtig ist. Fehlt es, ist die Wandstabilität der Erythrozyten herabgesetzt und somit die Lebensdauer verkürzt. Dies führt zu einer Anämie (Blutarmut) der Katze.

Symptome können blasse Schleimhäute, Schwäche, Apathie sein, auch Freßunlust. Schwere hämolytische Krisen mit Gelbsucht sind möglich. Gelegentlich ist durch den vermehrten Abbau von Erythrozyten die Milz vergrößert.

Eine spezifische Therapie gibt es nicht. Bei vergrößerter Milz kann es hilfreich sein, diese zu entfernen. Der Verlauf ist sehr unterschiedlich von keiner Symptomatik bis hin zum Tod.  Ist die Erkrankung bei der Katze nachgewiesen, sollte jede Form von Streß vermieden werden.

Der Pyruvatkinase-Mangel ist eine erbliche Erkrankung, die auch bei Menschen und Hunden vorkommt. Sie wird autosomal rezessiv vererbt; es werden also nur homozygote Tiere krank. Heterozygote Tiere tragen zwar das Gen und können es an ihre Kinder weitergeben, werden aber nicht krank. Betroffen sind bei den Katzen vor allem Abessinier und Somali. Ein Gentest ist seit ca. 2002 in Deutschland bekannt (in den USA schon etwas länger), so daß wir die Möglichkeit haben, zu verhindern, an PKM leidende Tiere zu züchten. Trägertiere können in der Zucht eingesetzt werden, wenn sie mit freien Tieren verpaart werden.

BuiltWithNOF

[Home] [Herkunft] [Portrait] [Somali-Standard] [Aby-Standard] [Erbkrankheiten] [PRA] [PK-Mangel] [RA] [PL]